Befriffsbestimmungen


Unter Grundstücksentwässerungsanlagen versteht man alle Einrichtungen zur Abwasser- und Regenwasserbeseitigung auf dem privaten Grundstück. Dazu gehören auch alle Entwässerungseinrichtungen (WC, Dusche, Spülbecken, Fallrohre, Grundleitungen, Kontrollschächte, Pumpanlagen, Hausklärgruben etc.).



Die Grundleitungen führen das Wasser von den Fallrohren zum öffentlichen Hauptkanal. Die Leitung besteht im Wesentlichen aus dem Anschlusskanal vom öffentlichen Hauptkanal bis zur Grundstücksgrenze, der von der Gemeinde erstellt und unterhalten wird und den privaten Grundleitungen innerhalb der Gebäude. Auch der öffentliche Anschlusskanal wird von den Grundstückseigentümern bezahlt. Notwendige Bau- und Erneuerungsmaßnahmen erfolgen von der Gemeinde. Die Gemeinde ist ebenso für die Überwachung der Grundleitungen zuständig.

Die Entwässerung erfolgt entweder in dem so genannten Mischsystem oder Trennsystem:

Beim Mischsystem werden sowohl Schmutz- als auch Regenwasser (Oberflächenwasser) in einem Kanalrohrsystem abgeleitet. Beim Trennsystem werden grundsätzlich alle Schmutzwasser (Spül-, Wasch- und Toilettenwasser) und das relativ saubere Regenwasser getrennt in zwei Kanälen abgeleitet. Aufgrund dieser Vorgabe sind auch innerhalb des Hauses und des Grundstückes diese Wasserarten strikt zu trennen. Man erkennt das Trennsystem an den dicht nebeneinander liegenden Schachtdeckeln in der Straße. Bei einem Mischsystem hat im Regelfall der Hauseigentümer einen Anschluss und beim Trennsystem zwei.

Eine besondere Form des Trennsystems ist in Neubaugebieten anzutreffen. Dort wird das Oberflächenwasser über breite Rinnen, die in der Straße integriert sind, abgeleitet. Lediglich das Schmutzwasser wird über die Kanalisation abgeleitet. Auch hier ist auf eine exakte Trennung der Abwasser- bzw. Regenwasserströme zu achten.

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